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Marktabgrenzung, Marktbeherrschung, Markttransparenz und Machtmissbrauch auf den Großhandelsmärkten für Elektrizität

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Franz Jürgen Säcker

Die vom Bundeskartellamt vorgelegte Sektoruntersuchung Stromerzeugung und Stromgroßhandel hat die bislang vom Amt vertretene Auffassung einer duopolitischen Beherrschung des Großhandelsmarktes für Elektrizität durch E.ON und RWE durch eine neue Sicht modifiziert. Es geht nunmehr von einem Viereroligopol, bestehend aus RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW, aus. Aufgrund marktstrukturierter Besonderheiten des Strommarktes seien die vier Unternehmen aber in der Lage, trotz Einrichtung des EEX-Börsenhandels und trotz wachsender Stromimporte als quasimonopolistische Marktbeherrscher zu agieren. Die Studie unterwirft die Marktanalyse des Bundeskartellamtes kritischer Betrachtung und kommt angesichts der durch erneuerbare Energien und neue Marktdaten geprägten Situation zu anderen Ergebnissen.
Inhalt: Auseinandersetzung mit der neuen Sektorenuntersuchung des Bundeskartellamtes – Sachliche und räumliche Abgrenzung der Elektrizitätsmärkte – Wettbewerbliche Kräfteverhältnisse auf den Elektrizitätsmärkten – Wirkungen des europaweiten EEX-Börsenhandels – Wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien.