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Griechische Dimensionen südosteuropäischer Kultur seit dem 18. Jahrhundert

Verortung, Bewegung, Grenzüberschreitung

Series:

Maria Oikonomou, Maria A. Stassinopoulou and Ioannis Zelepos

Ob beweglich oder starr, symbolisch oder geographisch, historisch changierend oder in ihrem Wesen begriffen – die «Grenze» prägt die neuere Geschichte und Politik des südosteuropäischen Kulturraums. Die in diesem Band versammelten Beiträge richten das Augenmerk auf Phänomene der Begrenzung, der Grenzziehung, der Grenzräume sowie deren Permeabilität. Die Reise, die Übersetzung als Strategie der Grenzüberschreitung, als symbolischer Akt: auf diesen und weiteren Ebenen reflektieren die Autorinnen und Autoren Konzepte von Kultur in Südosteuropa vor allem zwischen den Polen der Begriffe Identität und Grenze. Nicht zuletzt verbinden die Herausgeber mit dem Tagungsband den Versuch einer zukunftsorientierten Positionsbestimmung der Neogräzistik als Fach im Kontext kulturwissenschaftlicher «Area Studies» zum südosteuropäisch-ostmediterranem Raum.
Inhalt: Walter Puchner: Griechische Hegemonialkultur im östlichen Balkanraum zur Zeit der Aufklärung und der nationalen ‘Wiedergeburt’. Beispiele und Tendenzen – Ekkehard Wolfgang Bornträger: Klassisch antik oder byzantinisch osmanisch, demotisch oder rural? Die ‘nationale’ Vergangenheit im griechischen und rumänischen Identitätsdiskurs bis 1914 – Malte Fuhrmann: Peripherie und Wiege der Zivilisation. Die schwierige Verortung des ‘griechischen Orients’ im Europadiskurs des späten 19. Jahrhunderts – Alexandra Rassidakis: Von der Linie zur Zone. Die Figur der Grenze bei Georgios Vizyinos – Bart Soethaert: Grenzgänger - Zur Dialektik von Selbst und Fremdwahrnehmung in der Prosa von Michel Fais – Maria Oikonomou: Grenzland, Globus, Bolzplatz: ‘Territorien des Dritten’ in der epirotischen Literatur – Ioannis Zelepos: «Unser orientalisch christliches Geschlecht» - Zur Formierung eines osmanisch-orthodoxen Identitätskonzepts in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts – Vasilios N. Makrides: Griechisch-Orthodoxe Wirkung jenseits ethnischer/nationaler Grenzen im 18. Jahrhundert: Der Fall Evgenios Voulgaris und Nikiforos Theotokis – Basilius J. Groen: Homogeneity and Otherness: The Greek Orthodox Church, the Greek People, and Heterogeneous Cultures and Religions – Nikolas Pissis: Das ‘veränderte Russland’ und das griechische Gelehrtentum nach 1700 – Dora E. Solti: Die Walachei im Spannungsfeld der Großmächte: Die letzten Jahre vor der Phanariotenherrschaft (1688-1715) – Eyrydiki Sifneos: An Orthodox Merchant’s Perception of the Upper Danube Region on the Eve of Romanian Independence – Wolfgang Müller Funk: «Ich werde den Parnaß; ich werde Delphi nicht sehen.» Die Prosa der Gegenwart. Grillparzers Reise nach Griechenland (1843) – Dirk Sangmeister: Ein Vagant voll Glut und Wut. Der Schriftsteller und Maultrommler Michael Kosmeli – Julia Chatzipanagioti-Sangmeister: Von goldenen Borten und geflickten Schuhen. Überlegungen zum Begriff der Mode in der neugriechischen Aufklärung – Olga Katsiardi Hering: Grenz , Staats- und Gemeindekonskriptionen in der Habsburgermonarchie: Identitätendiskurs bei den Menschen aus dem Süden – Nadia Danova: Griechische Dimensionen der kulturellen Tätigkeit innerhalb der bulgarischen Diaspora in Wien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Elias G. Skoulidas: Identities, Religion and Nationalism in the Late Interwar Period: Aspects of the Discourse of Greek Orthodox Bishops in Southern Albania – Milan Ristović: Mutter Katina unter Markos’ Partisanen: Der Film, den es nicht gab.