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Zukunft digitaler Bibliotheken auf dem Prüfstand

Urheberrechtliche Hindernisse für digitale Bibliotheken im deutschen und amerikanischen Urheberrecht am Beispiel der Google Buchsuche

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Malte Lieckfeld

Digitale Bibliotheken wie die Google Buchsuche sind in den vergangenen Jahren in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika besonders wegen behaupteter Urheberrechtsverletzungen in die Kritik geraten. Diese Arbeit widmet sich der Frage, inwieweit deutsches und amerikanisches Urheberrecht tatsächlich dem Aufbau und Betrieb einer solch kulturell bedeutsamen Bibliothek entgegenstehen. In einer ganzheitlichen Betrachtung des sogenannten Bibliotheks- und auch des Partnerprogramms der Google Buchsuche wird dabei auf verschiedene Legitimationsmöglichkeiten der Nutzungshandlungen eingegangen. Neben der Frage der Anwendbarkeit der Schrankenregelungen werden dabei Probleme der vermeintlich sicheren vertraglichen Rechtseinräumung erörtert. Im Ergebnis zeigt sich, dass zwar teilweise eine Legitimation erreicht werden kann, der vollumfängliche Mehrwert einer digitalen Bibliothek aber allein durch einen Eingriff des Gesetzgebers zu realisieren sein wird.
Inhalt: Google Buchsuche – Digitale Bibliotheken – Deutsches und amerikanisches Urheberrecht – Schutzfähigkeit von Texten und Textteilen – Verwertungsrecht – Vervielfältigung – Öffentliche Zugänglichmachung – Public-Display-Bearbeitung – Urheberpersönlichkeitsrechte – Moral rights – Schrankenregelungen – Analoge Anwendung und erweiternde Auslegung der Schrankenregelungen – Fair-Use-Doktrin – Vertragliche Rechtseinräumung – Anwendung des § 137l UrhG – Future technology clauses – Konkludente Rechtseinräumung – Opt-Out-System.