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Deutsch als Wissenschaftssprache im Ostseeraum – Geschichte und Gegenwart

Akten zum Humboldt-Kolleg an der Universität Helsinki, 27. bis 29. Mai 2010

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Michael Prinz and Jarmo Korhonen

Dieser Band liefert eine Bestandsaufnahme der Geschichte des Deutschen als Sprache der Wissenschaften in den verschiedenen Ostsee-Anrainerstaaten. Die 30 Beiträge umspannen dabei den Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Einzug des Deutschen in die wissenschaftlichen Domänen und dem schrittweisen Bedeutungsverlust im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Durch die Beteiligung zahlreicher universitärer Disziplinen entsteht ein multiperspektivischer Zugang zu einem wichtigen, aber wenig erforschten Thema der europäischen Sprach-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte.
Inhalt: Janis Kreslins: Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Wissenschaftlichkeit. Sprache und Identität im europäischen Nordosten – Peter Colliander: Die Wissenschaftssprachen in Dänemark früher und jetzt – Annikki Liimatainen: Deutsch als Wissenschaftssprache in Finnland – Juhan Kreem: Wissenschaftssprachen in Estland – Dzintra Lele-Rozentāle: Zur deutschsprachigen Pionierarbeit im lettischen Kulturraum: Ansätze und Herausforderungen – Antje Heine: Von der Praxis zur Theorie. Wissenschafts- und Fachsprachenforschung für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache in der DDR – Wolf Peter Klein: Deutsch als Sprache der Naturwissenschaften im Ostseeraum. Ausgewählte Beispiele aus dem 18. und 19. Jahrhundert – Heikki Solin: Deutsch als Sprache der Altertumswissenschaften in Finnland – Arto Siitonen: Zum deutsch-englischen Sprachwechsel in der finnischen Philosophie - am Beispiel von Erik Stenius – Simo Heininen: Finnische Theologie auf Deutsch 1900-2010 – Outi Merisalo: Deutsch als romanistische Wissenschaftssprache in Finnland – Outi Tuomi-Nikula: Deutschsprachigkeit in der finnischen Volkskunde – Sebastian Seyferth: Lateinisch-volkssprachliche Koexistenzen. Begrifflichkeiten in medizinischen Fachtexten der Frühen Neuzeit – Tuomo Fonsén: Zum Einfluss der deutschen Rechtssprache auf die finnische – Cora Dietl: Zwischen Theologie, Laienunterweisung und Polemik. Die «Parabell vam verlorn Szohn» des Burkard Waldis im Kontext der Reformation in Riga – Helmut Glück: Lateinisches, Griechisches und Französisches in den Briefen des Marienburger Propstes Johann Ernst Glück (1654-1705) aus den Jahren um 1700 – Jürgen Schiewe: Die Universität Greifswald zwischen Latein und Deutsch. Sprachreflexive Äußerungen zum Wandel der Wissenschaftssprache – Ilga Brigzna: Der Beitrag der deutsch schreibenden Autoren zur Erforschung und Beschreibung der lettischen Sprachgeschichte – Erki Tammiksaar: Das Verhältnis von Wissenschaft und Nationalität im Russländischen Imperium im 19. Jahrhundert am Beispiel Karl Ernst von Baers – Roswitha Reinbothe: Die deutsche Sprache in der Baltischen Geodätischen Kommission (1924-1939) – Ewa Geller: Zum Kampf gegen den «Dajtschmerismus» in der jiddischen Sprache – Sabine Ylönen/Mari Kivelä: Mehrsprachigkeit und Rolle des Deutschen an Universitäten und Hochschulen in Finnland – Tarmo Kunnas: Deutsch in Finnland. Die gefährdete Tradition einer Wissenschaftssprache – Ulrich Ammon: Zur aktuellen Situation in der akademischen Lehre (bezüglich Deutsch und Englisch als Wissenschaftssprachen). Zur Eröffnung der Podiumsdiskussion – Kalervo Hovi: Deutsch in der Geschichtslehre und -forschung in Finnland – Ilgvars Misāns: Deutsch im Geschichtsstudium in Lettland – Ewald Reuter: Wissenschaftliches Schreiben im finnischen Germanistikstudium. Bestandsaufnahmen und Aussichten – Cordula Meißner: Wiederkehrende Formelemente in figurativen Verben der alltäglichen Wissenschaftssprache des Deutschen. Von der quantitativen Beschreibung zu Struktur- und Bedeutungsmustern – Stefan Rahn: Sprachliches Handeln in mündlichen Hochschulprüfungen mit deutschen und ausländischen Studierenden – Adriana Slavcheva: Textkompetenz in der gesprochenen Wissenschaftssprache Deutsch. Eine korpusbasierte Untersuchung zum Gebrauch von Konnektoren durch fortgeschrittene Lernende.