Show Less
Restricted access

Platzierung und Lokalisierung von Objekten im Raum

Zur Versprachlichung im Zweitspracherwerb des Deutschen

Series:

Nora Rüsch

Ein Sprecher, der ein Leben lang eine bestimmte Sprache benutzt, ist an die sprachlichen Mittel und Strukturen dieser Sprache gewöhnt und verwendet sie zu einem großen Teil unbewusst. Beim Erlernen einer neuen Sprache (L2) muss er sich die – abweichenden – sprachlichen Mittel, Formen und Ausdrucksmöglichkeiten dieser Zielsprache aneignen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Einfluss des sprachlichen Vorwissens eines Lerners aus seiner Muttersprache (L1). Transferleistungen können sich dabei sowohl positiv als auch negativ auswirken und sind keinesfalls immer an der grammatikalischen Korrektheit einer Äußerung zu erkennen. Erwartungen an Transfer sind durch das Verhältnis von Sprache und Denken bestimmt. Grundlage dieser Arbeit bilden daher Überlegungen und Positionen zum Einfluss der Sprache auf das menschliche (Sprach-)Denken, besonders die Arbeiten Wilhelm von Humboldts sowie die «Thinking-for-Speaking-Hypothesis» von D. Slobin.
Inhalt: Spracherwerb und sprachliche Relativität – Platzierung und Lokalisierung: sprachliche Umsetzungen von Sprache, Raum und Bewegung – Datenerhebung – Typologische Unterschiede zwischen dem Deutschen, Polnischen und Spanischen: die Daten der Kontrollgruppen – Platzierungen und Lokalisierungen im Zweitspracherwerb: die Daten der L2-Sprecher – Lernerstrategien – Diskussion: Wechsel- und Zusammenspiel.