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Goethes Wege zu Kant

Gerhard Kuhnke

Die Untersuchung zeigt die Einwirkungen der Philosophie Kants auf Goethes zweite Lebenshälfte. Kant macht dem Dichter erstmals die Relation Subjekt-Objekt zum Problem und zeigt ihm die Grenzen der Verstandeserkenntnis gegenüber der Natur und ihrem Schöpfer. Seine Morphologie sah Goethe «als ganz im Sinne Kants» an. Umfassender als je zuvor weist der Autor den großen Einfluß des «Alten vom Königsberge» dann auf Goethes ethisches Gedankengut nach. Mit vielfach belegten und begründeten Deutungen knüpft er kritisch an eine Forschung an, die fast ein Jahrhundert lang ruhte. Dabei entpuppen sich Gegensätze zwischen Goethe und Kant als Legende der Lebensphilosophie.
Inhalt: Grenzen der Erkenntnis – Teleologie und Morphologie – Goethes Vorstellung vom Sittlichen – Ethischer Dualismus bei Kant und Goethe – Vernunft und Sittengesetz – Schiller und Goethe über den kantischen Rigorismus – Vernunft und Religion – Die moralische Basis des religiösen Glaubens – Goethe zur Person und Lehre Jesu, zu Christentum und Kirche.