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Umbrüche in der Germanistik

Ausgewählte Beiträge der Finnischen Germanistentagung 2009

Series:

Withold Bonner and Ewald Reuter

Rückläufige Bewerberzahlen, weniger Studienabschlüsse, Mittelkürzungen und Stellenabbau – dies sind Momente einer Abwärtsspirale, die fast überall in der internationalen Germanistik mit Schrecken beobachtet werden. Wie man diesen Trend aufhalten und den Umbrüchen in der internationalen Germanistik offensiv begegnen kann, versuchen die Beiträge zu diesem Sammelband aufzuzeigen. Neben wissenschaftssoziologischen Einschätzungen aktueller Universitätsreformen wird an zahlreichen Beispielen zu den Schwerpunktbereichen Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft sowie Sprachlehr- und -lernforschung dargelegt, wie durch Rekombinationen germanistischer Grundlagen- und Anwendungsforschung nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch die allerorten erwarteten berufspraktischen Nutzwerte erzielt werden können.
Inhalt: Ewald Reuter/Withold Bonner: Umbrüche in der finnischen Germanistik. Ökonomisierung von Forschung und Lehre, Fragen gesellschaftlicher Relevanz – Kaija Holli: Begrüßungsworte der Rektorin der Universität Tampere – Pertti Haapala: Zur Verleihung der Verdienstmedaille der Universität Tampere an Marja-Leena Piitulainen – Marja-Leena Piitulainen: Zur Lage der finnischen Germanistik gestern und heute – Irma Hyvärinen: Aktuelle Lage und Zukunftsvisionen der finnischen Germanistik – Jarmo Korhonen: Theorie und Praxis deutsch-finnischer Lexikografie. Am Beispiel des Großwörterbuchs Deutsch-Finnisch (2008) – Eva-Maria Jakobs: Dynamische Textwelten. Forschungsfelder angewandter Textwissenschaft – Stephan Habscheid: Germanistik im Call-Center? Eine praxistheoretische Positionierung der Angewandten Sprachwissenschaft und exemplarische Untersuchungen zur Rationalisierung von Dienstleistungsgesprächen – Margarethe Olbertz-Siitonen: Funktionen Turn-interner Äußerungsstarts in zielorientierten Gesprächen – Kareen Reißmann: Nutzerverhalten - verwenden Jugendliche überhaupt Bedienungsanleitungen? – Päivi Peltoniemi: Zur Vagheit der wissenschaftlichen Begriffe - Am Beispiel einiger zentraler Begriffe der Systematik und Taxonomie – Max Möller: Verunsichert geworden: Psychische Partizipien und die Kopula werden – Juha Mulli: Somatismen und Konstruktionen – Maikki Soro: Zur Verbstellung in Handelsbriefen der Hansezeit – Thomas Taterka: ‘Epische Völker’. Nationalepen des 19. Jahrhunderts in Europa und im Ostseeraum – Christian Niedling: Modell einer Variantentypologie mündlichen heldenepischen Erzählens am Beispiel des Wettkampfes von Väinämöinen und Joukahainen – Liisa Voßschmidt: Hermann Daniel Paul als Vermittler zwischen den Kulturen – Tiina Kankkonen: Tiefsinnig, intellektuell, schwierig - also kein Schriftsteller für Jedermann? Zur Bedeutung der Verlage für das Schriftstellerbild Peter Handkes in Finnland – Ursula Udd: Außer mir war niemand da. Überlegungen zur Macht des Autors – Petra Schirrmann-Krapinoja: Hört! Hört! Vom Hörspielmanuskript zum Hörspiel – Johanna Harendza: Der Lehrende als Lernender. Herausforderungen und Chancen des Fremdsprachenlehrens aus konstruktivistischer Sicht – Sabine Grasz/Joachim Schlabach: QualiDaF - Qualitätsentwicklung des Unterrichts mündliche Kommunikation Deutsch als Fremdsprache. Projektansatz und Ergebnisse – Udo Miebs/Olli Salminen: Dobrovol’skijs ldiom-Semantik als Basis für Phraseodidaktik. Ein Unterrichtsversuch – Andrea Fietz: Interlinguale interkulturelle Arbeitskommunikation trainieren. Dargestellt am Beispiel von Reklamationsgesprächen – Almut Meyer: Wozu brauchen finnische Juristen Deutsch im Beruf? Eine Bedarfsuntersuchung – Dinah Krenzler-Behm: Authentische Aufträge in der Übersetzerausbildung. Rüstzeug für die translatorische Praxis? – Anna-Elina Hirvonen: Ist es möglich, konventionsgemäß in die Fremdsprache zu übersetzen? Zur Hinübersetzung fachsprachlicher Pressemitteilungen und den Änderungen durch muttersprachliche Korrektoren – Laura Pihkala-Posti: Zur Stellung des E-Learning im finnischen Deutschunterricht.