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Kombinierte Gesundheits- und Beschäftigungsförderung

Gesundheit von (Langzeit-)Arbeitslosen fördern – Voraussetzungen für Erwerbstätigkeit verbessern – Kostenbewusstsein schärfen

Andreas H. Bröker

Die Untersuchung betrachtet die Erfordernisse für eine kombinierte Gesundheits- und Beschäftigungsförderung aus zwei Blickwinkeln, einer strukturell-organisatorischen sowie einer individuell-methodischen Analyse. Die Ergebnisse sind auf der einen Seite stark ernüchternd: Trotz erheblicher Anteile von (Langzeit-)Arbeitslosen in der Gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben Gesundheits- und Arbeitsmarktadministration bei der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit dieser Kundengruppe passiv und konservativ. Auf der anderen Seite enthalten die Ergebnisse ermutigende Aspekte: Ganzheitliche Fördermaßnahmen, die inhaltlich, pädagogisch und organisatorisch auf die Belange von (langzeit-)arbeitslosen Menschen angepasst sind, können deren beeinträchtigte Gesundheit stärken. Als potenzielle Win-win-Situation bietet die kombinierte Gesundheits- und Beschäftigungsförderung damit aktivierende Anreize für zukünftig zur Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Thematik (Langzeit-)Arbeitslosigkeit dringend notwendige Kooperationen über Verwaltungsgrenzen und politische oder institutionelle Eigeninteressen hinweg.
Inhalt: Bedeutung kombinierter Gesundheits- und Beschäftigungsförderung – Berücksichtigung gesundheitsförderlicher Lebenswelten von (Langzeit-)Arbeitslosen – Ganzheitliche Maßnahmen: Qualifizierung und/oder Beschäftigung sowie Bewegung, Entspannung und persönlicher Support – Inhaltliche, pädagogische und organisatorische Anpassung auf die Belange von (Langzeit-)Arbeitslosen – Verbesserung der psychischen Gesundheit der (langzeit-)arbeitslosen Menschen – Förderung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und Reduzierung von Krankheitskosten – Win-win-Situation sowohl für die gesundheitspolitische als auch für die arbeitsmarktpolitische Sozialversicherung.