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Karl Kraus oder «Die Verteidigung der Menschheit»

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Wolfgang Beutin

Der Satiriker Karl Kraus (1874-1936) begann als Kritiker der Literatur und der Korruption in der Presse. Von hier gelangte er zur Justizkritik, die schließlich in eine grandiose Ideologie- und Kulturkritik mündete. Er bekämpfte den Nationalismus-Chauvinismus, den Rassismus, den Nationalsozialismus und den Krieg. Seine Aufgaben sah er in der Förderung des Friedensgedankens, in der «Verteidigung der Menschheit» und der Schöpfung, der Frauen und der Liebe. Seine literarische Meisterschaft bewährte er in zahlreichen Beiträgen seiner Zeitschrift Die Fackel, die 37 Jahre hindurch erschien, in seinen Dichtungen (Dramen, Aphorismen, Lyrik) und in den Bearbeitungen von Texten der Künstler, die er über alles schätzte (Shakespeare, Johann Nestroy, Jacques Offenbach). In diesem Buch werden einige ausgewählte Probleme aufgegriffen, die für eine Gesamtinterpretation der literarischen Hinterlassenschaft von Kraus wesentlich sind.
Inhalt: Kraus im Urteile anderer und sein Selbstbild – Zur Wiener Moderne - Literatur und Literaturtheorie – Um den Expressionismus – Sprache und Stil, Theorie und Praxis, Sprach- und Stilkritik, Polemik und Satire – Die Hetzjagd auf das Weib – Sittlichkeit und Kriminalität als Beitrag zur Sexualreformbewegung – Kraus als Dramatiker: Die letzten Tage der Menschheit, die kleineren Dramen, die Bearbeitungen – Die Revolution von 1918 in Österreich – Kraus versus Alfred Kerr, eine Literaturfehde – Phasen einer schwierigen Beziehung: Kraus und Kurt Hiller.