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Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)

Unter Betrachtung seiner Anwendbarkeit auf GmbH, Genossenschaft und SE

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Falco Aust

Die Ursachen zu hoher Vergütungen und der Unmut über die Vergütungssysteme sind zahlreich. Die Vergütungsstrukturen haben sich in den letzten Jahren stark verkompliziert. In vielen Fällen stehen die Vergütungshöhen nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zur erbrachten Leistung. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass gerade variable Bestandteile den überwiegenden Teil der Vorstandsvergütung ausmachen, die oftmals an kurzfristigen Ergebnissen, wie Umsatz oder Bilanzgewinn, ausgerichtet sind. Nicht zu unterschätzen ist zudem der Lake-Wobegon-Effekt. Welches Unternehmen möchte in der Öffentlichkeit schon allein dadurch wahrgenommen werden, dass es seine Führungskräfte unter dem Marktdurchschnitt bezahlt und damit den Eindruck erwecken, dass Qualifikation und Leistungsfähigkeit der Führungskräfte gleichermaßen unterdurchschnittlich sind. Und schlussendlich kann eine Ursache auch in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen ausgemacht werden, deren Mitglieder die Geschäftsführung der Vorstände aufgrund mangelnder Kenntnisse (gerade im Bereich von Finanzgeschäften) nicht verstanden haben und diese trotzdem ungeprüft gewähren ließen. Diese Ausarbeitung befasst sich kritisch mit den gesetzlichen Neuerungen und deckt nicht nur ihre Schwächen, sondern auch ihre Anwendbarkeit auf andere deutsche Gesellschaftsformen auf.
Inhalt: Einordnung und Entwicklung der Thematik der Vorstandsvergütung – Verhältnis bzw. Einordnung des Deutschen Corporate Governance Kodex zum VorstAG – Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung – Karenzzeit für Wechsel in den Aufsichtsrat – Vergütungskriterien – D&O-Versicherung – Anwendbarkeit auf ausgewählte Rechtsformen (GmbH, Genossenschaft, SE).