Show Less
Restricted access

Ästhetische Strukturen und politische Aufklärung

Ein Versuch, die materialistische Literaturtheorie auf den Boden des Textes zu stellen

Series:

Klausbernd Vollmar

Diese Arbeit stellt eine linguistische Analyse von Brechts Spätwerk dar und zeigt zugleich neue Aspekte in Brechts politischer Haltung zum Staat der DDR um den 17. Juni 1953 herum auf. Es geht hierbei um das Stalinismusproblem und Brechts mehr unbewusste anarchistische Weise der sozialistischen Systemkritik in der Aesthetik und Politik. Wichtig wird hierbei Brechts Ablehnung der Widerspiegelungstheorie und seine Tendenz zur formalistischen rezeptionsästhetischen Schule. Diese Arbeit wendet selbst den formalistischen Ansatz der Prager Schule an und will zugleich auf der theoretischen Ebene die Begrenzung dieser Methoden in der praktischen Anwendung aufzeigen.
Aus dem Inhalt: Ausserliterarische Wirklichkeit (DDR und BRD um 1953), Kritik der Widerspiegelungstheorie, Analyse der konkreten Organisation der Gedichte, Brechts Art der Stalinkritik, Dialektische Strukturen in der Spätlyrik, Vergleich «Buckower Elegien» und «Me-ti/Buch der Wendungen».