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Poetische Wälder

Faksimiledruck der Ausgabe von 1707- Herausgegeben von Dietrich Eggers und James Hardin

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Mit diesem Nachdruck wird ein Werk neu zugänglich gemacht, das in mancher Hinsicht für den Übergang vom Barockzeitalter zur Aufklärung repräsentativ ist. Obwohl viele der Gedichte schon in den 70er und 80er Jahren des 17. Jahrhunderts entstanden waren, erschien das Werk als ganzes erst 1698. Dennoch ist es stilistisch einheitlich. Christian Gryphius vermeidet übersteigerte Metaphern und Gleichnisse, Wortprunk, das Aufgeblasene und Überspitzte bewusst, was aus seinem Vorwort deutlich hervorgeht.
War Christian Gryphius somit im Stil ein Anhänger der neuen Weiseschen «Natürlichkeit», so stehen seine Gedichte doch inhaltlich innerhalb der Barocktradition und haben vieles mit denen seines Vaters Andreas gemein.
Als Ganzes betrachtet stellen die «Poetischen Wälder» ein ausserordentlich aufschlussreiches literarisches und geistesgeschichtliches Dokument dar. Die damalige Beliebtheit des Werkes wird dadurch bezeugt, dass es nach dem Tode des Autors noch zweimal gedruckt wurde (1707 und 1718). Dem Nachdruck liegt die Ausgabe von 1707 zugrunde.