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Walter Dahn- «Preparing for the Future»

Eine Weltbeschreibung- Konzeptuelles Potential und künstlerische Haltung

Marietta Franke

Die wilde Malerei macht, wie Walter Dahn sagt, nur einen kleinen Teil seiner nunmehr 40 Jahre währenden künstlerischen Arbeit aus. Die ersten Ausstellungen der Künstler der Mülheimer Freiheit (1979-1984) waren keine Malerei-Ausstellungen, sondern zeigten eine raumbezogene heterogene Ästhetik verschiedener Materialien und Medien, die Dahn zu einem komplexen, die Welt beschreibenden Werk ausgearbeitet hat, das unter anderem aus ethnologischen Betrachtungsweisen und Bezügen zur Popkultur und ihrer Musik erwachsen ist. Es wäre eine Verkürzung seiner konzeptuellen Leistung, ihn weiterhin nur als wilden Maler zu bezeichnen und von dort aus von einem Bruch in seiner künstlerischen Arbeit zu sprechen. Der Amsterdamer Ausstellung Another Time Another Place (Stedelijk Museum, 1997) kommt eine Schlüsselrolle zu, da er dort seine künstlerische Weiterarbeit, in der er die Frage nach den Inhalten der Kunst stellt, in einer umfassenden Einzelausstellung reflektiert hat.
Inhalt: «Wilde» Malerei – Die Skulptur «Ein Ohr Afrika» (1985) – Siebdrucke auf Holz, Glas und Seide – Installationen (z.B. «Australischer Brief», Biennale Sydney 1992) und Einzelausstellungen (z.B. «Another Time Another Place», Stedelijk Museum Amsterdam 1997) – Fotografien und kleine Malereien auf Papier – Konzeptuelle Malerei – Das Klima der Absurdität – Die Frage nach den Inhalten der Kunst – Die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern – Die Schallplatte als weltvernetzendes Zeichen der Popkultur – Der Fotograf hinter dem Kinematografen – Träume, Einsamkeit, Universum – «Mülheimer Freiheit» – Bezug zu Francisco de Goya, Joseph Beuys, Michael Buthe, Rosemarie Trockel, Paul Thek, Richard Prince, Robert Bresson und anderen Künstlern.