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Denn das Dunkel ist heilig

Ein Streifzug durch die Psyche der archaischen Griechen

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Maja Reemda Svilar

Untersucht wird die psychische Reaktion des Menschen auf die Welt des Dunkels und der «dunkeln Mächte» am Beispiel einer Periode, in der sich das Denken und Fühlen zur Hauptsache in Mythen und Ritualen auszudrücken pflegte: in der griechischen Archaik. Die diesbezüglichen Analysen ergeben das Bild eines Griechenlands, das überwiegend auf das Erdgebundene, Dunkle und Unterirdische ausgerichtet ist, wobei das Dunkle nicht mit dem Negativen schlechthin identifiziert wird. Es zeigen sich auch deutliche Unterschiede zum moralischen Empfinden christlicher Prägung. Das damalige Bedürfnis, alles Unerklärliche zu personifizieren, einer Götterhierarchie einzuverleiben und dadurch weitgehend unter Kontrolle zu bringen, entspricht unbewusst einer Methode zur Wahrung des psychischen Gleichgewichts.
Aus dem Inhalt: Einleitung - Lokalisierung des Dunkels in der Natur, der Architektur und den Jenseitsvorstellungen - Personifikation des Dunkels in «schwarzen» und ambivalenten Gottheiten - Verehrung des Dunkels im Dionysoskult, in Mysterien und nächtlichen Ritualen - Schlussfolgerungen - Tabellen und Listen der Gottheiten.