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Autorität und Freiheit

Das Liberalismus-Verständnis des Bildungsbürgertums im Kaiserreich und in der Weimarer Republik im Spiegel der Historiographie über den Frühliberalismus (1815-1848)

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Birgit Knorr

Die vorliegende Untersuchung stellt sich in den Gesamtzusammenhang der Erforschung der Schwächen der liberalen Tradition in Deutschland. Sie beleuchtet das Phänomen des «unpolitischen Deutschen» anhand einer ideologiekritischen Detailstudie über das Liberalismus-Verständnis des Bildungsbürgertums im Kaiserreich und in der Weimarer-Republik. Als Untersuchungsgruppe dient die Geschichtswissenschaft, die in der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts und speziell in der Geschichte des deutschen Liberalismus eine zentrale Rolle gespielt hat. Ihrer Auseinandersetzung mit den Anfängen der Abgrenzung des politischen Denkens vom naturrechtlichen Erbe der Aufklärung im Vormärzliberalismus kommt besondere Bedeutung zu, da hier die Ansätze und Ursachen der als spezifisch deutsch empfundenen «Sonderentwicklung» des deutschen Liberalismus lagen.