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Lernen als reflexiv vollzogene Existenz

Die Analyse eines Lernprozesses in der Theologie dargestellt an Karl Rahner: Das Leben der Toten

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Klaus Otte

Der Mangel an gründlicher Methodenreflexion in der Theologie und an philosophisch-theologischer Reflexion in den empirisch-kritischen Methoden hat zum Verlust der Verständigungsebene zwischen Empirie und Theologie geführt. Dieser Verlust kann erst überwunden werden, wenn die empirischen Methoden nach ihren theologisch-philosophischen Implikaten befragt und die theologischen Gedankengänge auf ihre methodischen Voraussetzungen hin untersucht werden. Durch einen Vergleich der Methoden und durch die Konfrontation der philosophischen Voraussetzungen können Empirie und Theologie in ein fruchtbares Gespräch kommen. Ein solches Gespräch könnte den Raum für weitere Erkenntnisse und Möglichkeiten im Theorie - Praxis-Problem erschliessen. Die vorliegende Studie versucht, durch die notwendige Erforschung der genannten Bedingungen und Voraussetzungen einen Beitrag zum Gespräch zwischen Empirie und Theologie zu leisten. Dies geschieht anhand der Analyse des Traktats «Das Leben der Toten» von Karl Rahner. In dieser Analyse werden methodologische und philosophische Voraussetzungen herausgestellt, unter allgemein didaktischen Gesichtspunkten beschrieben und mit den Kriterien der empirisch-kritischen Didaktik verglichen. Bei diesem Vergleich zeigt sich, dass es auch in theologischen Abhandlungen Lernprozesse gibt, was von der empirischkritischen Didaktik oft in Frage gestellt wird.