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Sultan 'Abdülhamîd II. in der türkischen Publizistik seit Gründung der Republik

Vom kemalistischen Feindbild zur Symbolfigur national-religiöser Kreise

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Ruth Haerkötter

Der osmanische Sultan 'Abdulhamîd II. (1876-1909) gehört zu den umstrittensten historischen Persönlichkeiten in der Türkei. Die vorliegende Studie analysiert die verschiedenen Bewertungen 'Abdülhamîds in der türkischen Publizistik seit Gründung der Republik und legt die enge Verbindung zwischen Geschichtsschreibung und politischer Entwicklung in der Türkei offen. Die Analyse der Publikationen nach 1980 zeigt, daß die 'Abdülhamîd-Rezeption im Sinne der Ideologie von der Türkisch-Islamischen Synthese die kemalistische Vorstellung vom «Roten Sultan» weitgehend verdrängt hat und die offizielle kemalistische Geschichtsauffassung zunehmend auch außerhalb des national-religiösen Spektrums in Frage gestellt wird.
Aus dem Inhalt: Das 'Adülhamîd-Bild der offziellen kemalistischen Geschichtsauffassung - Nationalistisch-islamistische Glorifizierung des Sultans nach 1945 - Die Türkisch-Islamische Synthese und die national-religiöse 'Abdülhamîd-Rezeption nach 1980 - Reaktionen außerhalb des national-religiösen Spektrums.