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Die Wiedervereinigung im Spiegel der «Tagesthemen»-Kommentare von 1988 bis 1992

Eine sprachwissenschaftliche Analyse

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Harald Kurz

Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung spiegelt sich im Kommentar in Reinkultur. Einzelne Fernseh-Macher tragen ihre Meinung einem Millionenpublikum vor. Wie gehen die Journalisten mit dieser Freiheit um? Leisten ihre Kommentare wirklich einen unverzichtbaren Beitrag zur Meinungsbildung der Rezipienten? In der vorliegenden Untersuchung werden die innenpolitischen «Tagesthemen»-Kommentare zur Wiedervereinigung untersucht. Das Hauptgewicht liegt auf der Analyse von brisanten Schlüsselbegriffen wie z.B. Stasi, Wende, friedliche Revolution oder Ostdeutschland. Der untersuchte Zeitraum von fünf Jahren führt zu aufschlußreichen Erkenntnissen über Sprache und Selbstverständnis der Journalisten sowie ihre Haltung zur Wiedervereinigung. Durch zahlreiche Zeitzeugen-Interviews und reichhaltiges Archiv-Material zeichnet der Verfasser ein sehr lebendiges Bild von der Programmarbeit eines TV-Senders. Erstmals finden sich hier auch Hintergrund-Informationen zur Einführung des Fernseh-Kommentars in Deutschland.
Aus dem Inhalt: Zur Geschichte von Zensur, Meinungsfreiheit und dem Kommentar im Fernsehen - Vergleich zwischen Kommentar-Manuskript und Sendebeitrag - Analyse der Bezeichnungen - Analyse der Metaphern - Beobachtungen zu ausgewählten inhaltlichen Schwerpunkten.