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Frauenbilder und Frauenproblematik in der neueren sowjetischen Literatur

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Heidi Hinz-Karadeniz

Nach dem Tode Stalins 1953 ist in den 60er und 70er Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen der Sowjetunion ein Wandlungsprozeß feststellbar. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der veränderten Darstellung des Frauenbildes und der Frauenproblematik in der Literatur. Durch die Vielfältigkeit der literarästhetischen Frauenentwürfe rückt die Literatur ab vom Einheits-, Modell-, Klischee-, Vor-, Leit- und Idealbild der Frauen während des sozialistischen Realismus. Die neuen literarischen Frauenfiguren haben im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen eine Menge Probleme in Ehe, Familie und Berufsleben. Gesellschaftliches Engagement, soziale Pflichterfüllung oder berufliche Tätigkeit sind für die Frauen nicht mehr von Bedeutung. Sie beginnen, ihre Wünsche, Sehnsüchte und Glücksansprüche zu entdecken und zu formulieren.
Aus dem Inhalt: Gesellschaftliche Problemstellung: Mehrfachbelastung der Frau, Identitätskonflikt der Frau im Beruf - Private Beziehung: Eheprobleme, Ehebruch, Ehescheidung - Selbstfindungsprozesse: Persönliche Glücksansprüche - Kulturfindungsprozeß - Erzähltechnische Innovationen bei der Gestaltung des Frauenbildes und der Frauenproblematik.