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Die Macht sozialer Gewohnheit

Die soziale Willensgestaltung eines Verhaltensprädiktors

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Antonio Arez

Auf der Grundlage geist-leiblicher Anthropologie wird die Gewohnheit als Begriff wieder ins Blickfeld der Sozialwissenschaft gerückt. Entgegen dem cartesianisch entleiblichten Subjekt betont die Studie die Vorgängigkeit des Leib-Cogitos vor jeder Reflexion. Diese konstante Weltsituiertheit steht als Gewohnheitsmasse in einem auf die organische Soziologie von Ferdinand Tönnies gründenden sozialen Willensprozeß. Erst die Macht sozialer Gewohnheit in der Sozialgestalt von Willenssphären bildet Neigungen und Drängungen substantiell zu unserer individuellen Sittlichkeit heraus. Wir leben in unseren Gewohnheiten und nicht in der egologischen Erlebniswelt konstruktivistischer Sinnbildungen. Aus diesen Gründen verfehlen Psychotherapien durch illusionierte Selbst-Ontologien unsere sozial-organismische Natur.
Aus dem Inhalt: Die geist-leibliche Gewohnheit im Sensorium Commune und Leib-Cogito - Die Willenssphäre der Sitte als soziale Gewohnheit im sozial-organismischen Prozeß hyper-organischer Sozialgestalten - Die verhaltensmodifizierende Macht sozialer Gewohnheit jenseits behavioristischer, kognitiver und leiblicher Psychotherapie.