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NEXUS- Postmoderne Mythenbilder - Vexierbilder zwischen Spiel und Erkenntnis

mit einem Kommentar zu Christoph Ransmayrs "Die letzte Welt</I>

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Martin Kiel

Das Amalgam aus Schlagwörtern wie Postmoderne, Mythos und Intertextualität soll aufgeweicht und gleichsam in neue interdisziplinäre Denkgefüge gesetzt werden. Simultaneous Engineering (Wirtschaftswissenschaften) und der Nexus (Biologie) liefern hier einige Denkbilder, die das oszillierende Feld von Konstruktion und Dekonstruktion in der Literaturtheorie aus ihrer Gefahr der Referenzlosigkeit heben und in einen neuen Kontext setzen. Ovids Metamorphosen und Christoph Ransmayrs Die letzte Welt sind sodann Grundlage, um den theoretischen Überbau in eine produktive Rezeption zu überführen und ein rhizomatisches Lesen zu entwickeln - eine 'neue' Hermeneutik, die sich nach jedem Vorstoß in den Text neu orientiert.
Aus dem Inhalt: Postmoderne - der Nexus als Möglichkeit des Simultaneous Engineering - Der kultivierte Mythos - oder 'am' Anfang war Homer - 'Praecisio mundi', die Mythendämmerung oder die Dialektik der Aufklärung - Der Mythos als heilsam-konstruktive Regression - Zur Situation der Literatur der 80er Jahre - Vom Ende der Utopie - eine Chance für den Mythos? - Nexus - ein dynamisch-intertextuelles Literaturmodell - Die Krise - 'A map is not the territory' - Autorenschaft im Nexus - zwischen 'close reading' und Simultaneous Engineering - Ovid - ein 'Arbeiter am Mythos', der selbst zum Mythos wurde - Ransmayrs 'Neue Wissenschaft' und der Sprung zur Letzten Welt - Die Entdeckung des Wesentlichen - Das Exemplarische Cyparis' für Die letzte Welt als Nexus.