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Postmortaler Rechtsschutz - Überlegungen zur Rechtssubjektivität Verstorbener

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Knut Müller

Der postmortale Rechtsschutz ist ein aktuelles Problemfeld, das einerseits durch den medizinisch-technischen Fortschritt und andererseits durch ethische und rechtliche Fragen geprägt wird. Mit dieser Arbeit wird ein Verständnis vom Rechtsschutz Verstorbener entwickelt, das rechtsgebietsübergreifende Geltung hat und das nicht als Antwort auf Fortschritte in der Medizin zu verstehen ist, sondern eine rechtlich sichere Basis für den Umgang mit Verstorbenen darstellt. Es wird gezeigt, daß das Recht Verstorbenen eigene Rechtspositionen einräumt. Damit bestätigt sich die der Arbeit zugrunde liegende Hypothese einer postmortalen Rechtssubjektivität. Bedeutung hat dieses Ergebnis u.a. für die Neuregelung der Organspende und für die Idee einer Prozeßpflegschaft für Verstorbene.
Aus dem Inhalt: Nach der Auseinandersetzung mit der Hirntoddefinition wird u.a. am Beispiel der Regelung zur postmortalen Organspende nachgewiesen, daß die der Arbeit zugrunde liegende Hypothese von einer postmortalen Rechtssubjektivität richtig ist. Um dieses Ergebnis auch verfahrensrechtlich umzusetzen, wird eine Prozeßpflegschaft für Verstorbene vorgeschlagen.