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Arbeitsbedingungen und Arbeitsbeanspruchungen von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen an den Schulen für Erziehungshilfe in Nordrhein-Westfalen

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Karlheinz Saueressig

In einer Fragebogen-Erhebung beschreiben 420 Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen an den Schulen für Erziehungshilfe in Nordrhein-Westfalen im Sinne einer Selbstbeobachtung ihre Arbeitsbedingungen, Arbeitsbeanspruchungen und Arbeitsbewältigung. Die Ergebnisse der Umfrage werden zunächst deskriptiv beschrieben und in einem Arbeitsplatzprofil zusammengefaßt. Damit werden zum ersten Mal nicht nur wesentliche Arbeitsbedingungen an den Schulen für Erziehungshilfe deutlich, sondern auch die Beanspruchungsreaktionen der Lehrerinnen und Lehrer widergespiegelt. So ist zwar einerseits die Arbeitsplatzzufriedenheit der Befragten mit 54% hoch, aber andererseits schreibt sich über die Hälfte der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen Erschöpfung in Form allgemeiner Müdigkeit zu. Um Zusammenhänge zwischen Person- und Umwelt-Merkmalen im Sinne des interaktionistischen Theoriekonzeptes darzustellen, werden ausgewählte variate Mittelwertvergleiche und zwei Regressionsmodelle berechnet. Es kann festgestellt werden, daß die beruflichen Beanspruchungs- und Bewältigungsreaktionen der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen hinsichtlich Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand differieren. Das berufliche Beanspruchungserleben verstärkt sich besonders bei den Befragten mit psychovegetativen Beschwerden. Um dem komplexen Beanspruchungserleben im Arbeitsfeld standhalten zu können, empfinden die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen den sozialen Rückhalt im Kollegium und in der Familie als eine Möglichkeit, berufliche Beanspruchung zu bewältigen.
Aus dem Inhalt: Einführung - Theoretische Erklärungsansätze zur Arbeitsbelastung - Schulische Arbeitsbedingungen - Schulische Arbeitsbeanspruchungen - Konzept - Deskriptive Ergebnisse - Variate Vergleiche - Diskussion - Konsequenzen.