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Julius Eberhard Wilhelm Ernst von Massows Beitrag zur Bildungsreform in Preußen (1770-1806)

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Manfred Schneider

Die Arbeit widmet sich dem Untersuchungszeitraum vor den Stein/Hardenbergschen Reformen. Die Bedeutung dieser Reformen, aber auch die recht einseitigen Stellungnahmen neuhumanistischer Autoren, verstellten lange Zeit den Blick für die Bemühungen der Vorreformperiode. Das Werk des pädagogisch interessierten Autors und späteren Ministers für schulische Angelegenheiten, von Massow, wird zunächst in seine zeitgeschichtlichen Zusammenhänge gestellt. So wird auch der unbekannte Lebensweg von Massows nachgezeichnet. Dabei wird die gegenseitige Bedingtheit von gesellschaftsgestaltendem, reformerischem Wirken und gesellschaftsbedingter Befindlichkeit mit einbezogen. Im Hauptbereich der Arbeit steht die Untersuchungsfrage nach dem Beitrag von Massows zur Bildungsreform. Die nahezu unbekannten Beiträge von Massows werden hauptsächlich durch in Merseburg erhobenes Archivmaterial eingearbeitet. Dabei wird auch der Weg des Reformvorhabens, das von Friedrich Wilhelm III. initiiert wurde, in seinen wesentlichen Etappen skizziert. Es wird außerdem überprüft, inwieweit von Massow selbst Veränderungen seiner Ansätze vollzog. Insgesamt trägt die Arbeit zu einer erheblichen Revision des Massow-Verständnisses als bloßem Reaktionär bei. Gründe und Art seines Scheiterns ergänzen das geweitete und differenzierte Bild.
Aus dem Inhalt: Politische, wirtschaftliche, soziale, schulgeschichtliche Grundzusammenhänge Preußens im 18./19. Jahrhundert - Nationalerziehung als theoretische Grundlegung - Entwurf eines Schulreformplanes - Kritische Würdigung der Leistungen von Massows.