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Die Transformation betrieblicher Interessenvertretung im Übergang von der DDR zur Bundesrepublik

Eine Untersuchung am Beispiel des Chemnitzer Apparate- und Anlagenbauunternehmens GERMANIA (Oktober 1989 bis März 1991)

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Burkhard Ruppert

Wende 1989: Wie verläuft der Umbau von der Plan- zur Marktwirtschaft in einem DDR-Betrieb als sozialer und politischer Prozeß? Am Beispiel des traditionsreichen Chemnitzer Unternehmens GERMANIA werden auf Grundlage von qualitativen Interviews und Dokumenten aus der Wendezeit die Entstehung des ersten Betriebsrates und seine Bedeutung für den Demokratisierungsprozeß untersucht. Im Spannungsfeld betriebswirtschaftlicher Rationalität und sozialer Verantwortung konnte der Betriebsrat die politische Wende institutionell festigen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung lassen den Schluß zu: Ohne die Initiative, Kreativität und den Pragmatismus der neu entstandenen Betriebsräte wäre der Umbau eines ganzen Wirtschaftssystemes kaum möglich gewesen.
Aus dem Inhalt: «Oktober-Revolution» 1989 im Betrieb GERMANIA: Zerfall von SED und STASI - Beginn innerbetrieblicher Öffentlichkeit - Reformdebatte FDGB - Betriebsverfassungsgesetz und IG Metall-West als Orientierung - Kontroverse und Urabstimmung: Betriebsgewerkschaftsleitung oder Betriebsrat? - Koexistenz von alter und neuer Interesenvertretung - Initiativen des ersten Betriebsrates: Effizienzsteigerung, soziale Integration und Einbindung des Betriebes in den Flächentarifvertrag.