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Wirtschaftsprüferhaftung gegenüber Dritten in Deutschland, England und Frankreich

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Volker Land

Wird ein Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung eines Unternehmens beauftragt - z.B. mit einer aktienrechtlichen Pflichtprüfung, so ist offensichtlich, daß er seinem Auftraggeber wegen Vertragsverletzung auf Schadensersatz haftet, wenn er bei der Durchführung der Prüfung die Sorgfalt eines ordentlichen Wirtschaftsprüfers verletzt, ein unrichtiges Gutachten vorlegt und dadurch einen Schaden seines Auftraggebers herbeiführt. Wie liegt es, wenn das unrichtige Gutachten in die Hand eines Dritten gelangt? Steht dem Dritten ein Schadensersatzanspruch gegen den Wirtschaftsprüfer zu, wenn das Gutachten die Lage des geprüften Unternehmens zu Unrecht als rosig darstellt und der Dritte im Vertrauen auf das Gutachten nunmehr Dispositionen getroffen, also z.B. als Kreditgeber dem geprüften Unternehmen einen Kredit gewährt oder als Investor Anteile des geprüften Unternehmens erworben hat? Dies ist die Kernfrage, mit der sich diese Arbeit beschäftigt. Sie behandelt das deutsche, englische und französische Recht und legt auf dieser Basis Vorschläge zur Fortentwicklung des deutschen und europäischen Rechts vor.
Aus dem Inhalt: Historische Entwicklung des Wirtschaftsprüferberufes - Haftung gegenüber Dritten für falsche Auskünfte und Gutachten - Dritthaftung bei freiwilligen und obligatorischen Prüfungen - Entstehung des chartered accountant - Haftung gegenüber Dritten in England - Der Wirtschaftsprüfer in Frankreich - Dritthaftung in Frankreich - Berufsspezifische, ökonomische und haftungsrechtliche Erwägung pro und contra einer Dritthaftung von Wirtschaftsprüfern - Vereinheitlichung der Wirtschaftsprüferhaftung durch europäisches Recht.