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Pädagogik als «Geständniswissenschaft»?

Zum Ort der Erziehung bei Foucault

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Thomas Coelen

In diesem Buch werden zur Beantwortung der provokativen Frage nach der Pädagogik als «Geständniswissenschaft» nicht nur die archäologischen und genealogischen Arbeiten Foucaults analysiert, sondern auch kleinere Veröffentlichungen aus den späten Forschungen über Sexualität und Wahrheit berücksichtigt. So zeigt sich nicht nur, daß Foucaults Kritik an den wissenschaftlich gestützten Disziplinierungstechniken von zukünftigen historischen und systematischen Untersuchungen nicht mehr übergangen werden kann. Darüber hinaus wird auch deutlich, daß Foucault bei der Ausarbeitung der Einheit von Selbsterkenntnis und Selbstsorge in der Antike zentrale pädagogische Fragestellungen thematisiert hat: z.B. die Meister-Schüler-Beziehung, die pädagogische Ironie im sokratischen Gespräch und das Verhältnis zwischen Selbstsorge und Vergesellschaftung.
Aus dem Inhalt: Ein anti-humanistischer Aufklärer - Fehlende Rezeption der Arbeiten über Medizin und Psychiatrie - Pädagogik als Humanwissenschaft - Tod des Subjekts? - Disziplin und Körperkontrolle - Geständniszwang und Wille zum Wissen - Psychagogik und Pädagogik - Selbstsorge und Selbsterkenntnis - Das Meister-Schüler-Verhältnis - Pädagogik nach Foucault.