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Gewohnheitsrecht in der Europäischen Union

Eine Untersuchung der normativen Geltung und der Funktion von Gewohnheitsrecht im Recht der Europäischen Union

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Dietrich Ostertun

Gibt es europarechtliches Gewohnheitsrecht? Nach 45 Gemeinschaftsjahren legt das Buch die dogmatische Basis für diese Rechtsquelle. Das Gewohnheitsrecht wird grundlegend definiert. Seine europarechtliche Geltung und Funktion werden detailliert dargestellt, sowohl anhand der Vertragsnormen als auch anhand der Gemeinschaftsziele und von Kriterien außerhalb des Europarechts. Der Autor entwickelt eine Gewohnheitsrechtslehre für die europarechtliche Praxis. Diese wird mit englischem und französischem Gewohnheitsrecht verglichen ( Customary law / Droit coutumier). An Beispielen werden die einzelnen Voraussetzungen angewandt und überprüft. Für Gewohnheiten in allen Bereichen des Europarechts läßt sich so feststellen, ob sie Gewohnheitsrecht und damit Rechtsnormen sind.
Aus dem Inhalt: Begriff des Gewohnheitsrechts - Geltung, Funktion und Voraussetzungen von Gewohnheitsrecht in der Europäischen Union - Darstellung einer Gewohnheitsrechtslehre für die Praxis - Rechtsvergleichung mit englischem Customary law und französischem Droit coutumier - Anwendungsfälle.