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Rudolf von Ems: «Wilhelm von Orlens»

Studien zur Ausstattung und zur Ikonographie einer illustrierten deutschen Epenhandschrift des 13. Jahrhunderts am Beispiel des Cgm 63 der Bayerischen Staatsbibliothek München

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Erika Weigele-Ismael

Der um die Mitte des 13. Jahrhunderts verfaßte Wilhelm-von-Orlens-Roman des Rudolf von Ems gehörte zu den meistgelesenen Liebes- und Erziehungsromanen des Mittelalters. Die um 1280 vermutlich im Züricher Raum entstandene Handschrift Cgm 63 ist einer der frühesten Textzeugen dieses Romans. 27 goldgrundige Bildseiten in Deckfarbenmalerei demonstrieren eindrucksvoll die Wertschätzung, die man bereits im ausgehenden 13. Jahrhundert bestimmten weltlichen Texten zugestand. Die codikologische und ikonographische Untersuchung des Codex läßt Rückschlüsse auf Werkstattzusammenhänge mit oberrheinischen Weltchroniken und der sogenannten Manessischen Liederhandschrift zu. Ein Katalog aller überlieferten Willhelm-von-Orlens-Handschriften und -Fragmente rundet das Werk ab.
Aus dem Inhalt: Zu Inhalt und Auftraggebern des Wilhelm-von-Orlens-Romans - Die Überlieferung (Text- und Bildzeugen) - Detaillierte codikologische Beschreibung des Cgm 63 - Die Illustrationen des Cgm 63: Verhältnis Maleranweisungen-Bilder, Verhältnis Text-Bilder, ikonographische Untersuchung von Kostümen, Wappen und bestimmten Einzelmotiven, kurze Stiluntersuchung - Lokalisierungsvorschlag Zürich.