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Klatsch, Gerücht und Wirklichkeit bei Nathaniel Hawthorne

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Manfred Menzel

Klatsch und Gerücht spielen auf verschiedenen Ebenen der Short Stories und Romanzen von Nathaniel Hawthorne eine zentrale Rolle. Auf der Suche nach dem Grund dafür nimmt diese Studie Fragestellungen von Narratologie, Konstruktivismus, Rezeptionsästhetik und Bachtins Dialogizitätstheorie auf, ohne ihre Wurzeln in Psychologie und Soziologie zu verleugnen. Dabei zeigt sich, daß für Hawthorne Literatur aus dem Alltagsdiskurs erwächst und weder Anspruch auf Abbildung einer objektiv faßbaren Realität noch auf universelle Wahrheit erheben kann. Gesprochene wie geschriebene Texte jeder Art erweisen sich aus dieser Perspektive als Realitätskonstrukte, die den Leser auf überraschend moderne Weise in existentieller Unsicherheit zurücklassen.
Aus dem Inhalt: Typische Klatschkonstellationen in den Short Stories - Erzähler als Klatschproduzent - Fiktionalisierung der Vergangenheit in Geschichtsschreibung, Sage, Klatsch und Gerücht - Zeichen und Klatsch in The Scarlet Letter.