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Chinesisch als Rechtssprache in Hongkong

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Volker Pasternak

Am 1.7.1997 wird Großbritannien die Souveränität über Hongkong an die VR China übertragen. Die VR China hat sich völkerrechtlich verpflichtet, das bestehende Hongkonger Rechtssystem für 50 Jahre im wesentlichen zu bewahren. Gegenüber dem Englischen wird die chinesische Rechtssprache in Hongkong allerdings an Bedeutung gewinnen. Die Arbeit zeichnet die historische Entwicklung des lokalen Rechtssprachenregimes nach und wagt einen Ausblick auf die Zeit nach 1997. Weiterhin stellt sie erstmals eine Methode zur systematischen Analyse von chinesischen Rechtstermini vor. Ergebnis der Untersuchung von über 200 zivil- und strafrechtlichen Rechtsinstituten des Hongkonger Rechts ist zunächst der geringe Standardisierungsgrad der lokalen chinesischen Rechtsterminologie. Besonderes Augenmerk gilt Hongkong-chinesischen Rechtstermini, die in der VR China bereits in einer abweichenden Bedeutung verwendet werden.
Aus dem Inhalt: Historisches zur Rechtssprache in Hongkong - Entstehung und Quellen eines zweisprachigen Rechtssystems in Hongkong - Analyse chinesischer Rechtstermini in Hongkong - Semantische Äquivalenz von Rechtstermini bei der Übersetzung vom Englischen ins Chinesische - Das Phänomen der «interchinesischen Divergenz» - Fünf Arbeitsschritte zur Analyse der chinesischen Rechtsterminologie in Hongkong - Vertragsrecht - Deliktsrecht - Allgemeine dogmatische Rechtsinstitute des Strafrechtes - Einzelne Straftatbestände - Rechtssprachenregime nach 1997.