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Chancen und Grenzen informeller Diplomatie

Charles Evans Hughes und die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika 1921-1925

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Peter Saueressig

Charles Evans Hughes, Secretary of State von 1921 bis 1925, war der letzte US-Außenminister, der die Außenpolitik seines Landes tatsächlich geprägt hat - mit einer Diplomatie, die sich primär informeller Methoden bediente. Die Ablehnung des Versailler Vertrags im Senat ließ den ökonomischen Riesen USA nach dem Ersten Weltkrieg politisch ins Abseits geraten. Ohne den Rahmen des kollektiven Sicherheitssystems waren die USA gezwungen, ihre politischen Interessen durch andere Formen der Einflußnahme zu verfolgen. Hughes nutzte dafür vor allem das Zusammenspiel mit der US-Geschäftswelt. Auf einer breiten Basis unveröffentlichter Quellen rekonstruiert die Studie das subtil vernetzte System indirekter Einflußnahme. Sie zeigt an drei Fallbeispielen, warum die US-Diplomatie in den zwanziger Jahren trotz des Verzichts auf militärische Mittel so wirksam in die Geschichte Europas, Lateinamerikas und Asiens eingreifen konnte.
Aus dem Inhalt: Der Jurist als Politiker - Bühne und Akteure: Rahmenbedingungen für die US-Außenpolitik - Die Instrumente informeller Diplomatie - Chancen informeller Diplomatie: die Stabilisierungspolitik in Deutschland und Europa - Grenzen informeller Diplomatie: Hughes und Mexiko - Informelle Diplomatie, globale Strategie und «Americanism»: von der Washingtoner Konferenz 1921 zum Einwanderungsgesetz 1924.