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Zur Methodologie und Geschichtsschreibung des preußischen Historikers Otto Hintze

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Manfred Ressing

Otto Hintze, 1861-1940, preußischer Historiker des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik, gilt heutigen Fachkollegen als methodologisch richtungsweisend und als Wegbereiter moderner Sozialgeschichtsschreibung. Im Gegensatz zu vielen anderen Historikern seiner Zeit orientierte sich Hintze früh an der neuen Wissenschaft der Soziologie. Herausragend sind seine Auseinandersetzungen mit zeitgenössischen Soziologen, denen er sich, Max Weber an erster Stelle, methodisch verwandt fühlte. Gleichwohl war sein wissenschaftlicher Ausgangspunkt in hohem Maße traditionell. Anknüpfend an Ranke, Droysen und Schmoller betrieb Hintze jahrzehntelang Quellenforschung preußischer Geschichte. Seine Geschichtsschreibung allerdings geht weit über Preußen hinaus und gipfelt in universalgeschichtlichen Abhandlungen, die Teil seines als Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte angelegten Werkes sind.
Aus dem Inhalt: Otto Hintzes wissenschaftlicher Hintergrund: Ranke, Droysen und Schmoller - Periode 1861-1918: Individualismus und Kollektivismus, Staat und Gesellschaft, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Preußen und Hohenzollernmonarchie - Periode 1919-1940: Historismus, Soziologie; Troeltsch, Weber, Scheler, Oppenheimer, Sombart; Feudalismus, ständische Verfassungen und moderner Staat.