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Die moderne Schreibweise in den Werken von Franz Kafka und Günter Kunert

oder der Übergang von der Moderne zur Postmoderne

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Se-Hoon Kwon

Die Texte von Kafka und Kunert weisen bereits voraus auf eine sich «postmodern» selbst korrigierende Moderne. Die Moderne wird so nicht bloß negiert, sondern mit der Prämoderne verglichen. Das postmoderne Zeitmodell in Form der Aufhebung des Zeithorizonts bei Kafka und Kunert bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit. Kafka schafft eine widerstreitende Beziehung zwischen Gestern und Heute; von einem geschichtlichen Fortschritt oder einer kanonisierten, linear konzipierten Geschichte ist keine Rede. Auch Kunert vollzieht die Auflösung der geschichtlichen Linearität, seine Erzählweise delegitimiert den fiktiven Fortschrittsmythos der marxistischen «großen Erzählung». So findet sich bei beiden Autoren, trotz ihrer unterschiedlichen Ausgangspunkte, eine Verneinung jeglichen teleologischen Geschichtsprogramms.
Aus dem Inhalt: Aufhebung des Zeithorizonts bei Kafka und Kunert - Aspekte der Postmoderne: Pluralität, Verräumlichung der Geschichte, Widerstreit - Entzeitlichung der Geschichte - Verneinung eines teleologischen Geschichtsprogramms.