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Franz Fühmann - Dichter des «Lebens»

Zum potentialgeschichtlichen Wandel in seinen Texten

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Ihmku Kim

Angesichts der Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, sich mit der Literatur der DDR zu beschäftigen, will der Autor einen neuen methodologischen Zugang zu seinem Untersuchungsgegenstand finden, um aufzuzeigen, wie Wesen und Wandel der DDR-Literatur mit dem allgemeinen Paradigmenwechsel der europäischen Kultur vermittelt ist. Erst in einer derartigen «wechselseitigen Erhellung» werden die Texte Franz Fühmanns transparent, und es erweist sich, daß Fühmann insofern ein Schriftsteller von europäischem Rang ist, als seine geistige Entwicklung eng mit der Europas verzahnt ist. Zur Realisierung dieses Unternehmens dient neben der Psychoanalyse die Komponentenanalyse, eine literaturwissenschaftliche Methode, die im Marburger Kreis für Neue Epochenforschung unter Leitung von Walter Falk entwickelt wurde.
Aus dem Inhalt: Die Neue Epochenforschung: Begründungszusammenhang - Der potentialgeschichtliche Ausgangspunkt Franz Fühmanns - Pseudo-Erneuerung: frühe Autobiographik Franz Fühmanns - Ein dialektischer Umschlag: Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens - Entfaltung und Untergang der emanzipatorischen Potentialität: Franz Fühmanns Erkundung der sozialistischen Gegenwart - Dichtung als Repräsentantin des «Lebens» - Die neue Periodenerfahrung: ein Zwischenspiel der Hoffnung.