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Der Traum vom Reich in der Mitte: Bruno Brehm

Eine monographische Darstellung zum operationalen Charakter des historischen Romans nach den Weltkriegen

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S. Klingler

Mit seiner 1931 bis 1933 erschienenen «Kaiserreichtrilogie» avanciert Bruno Brehm (geboren 1892 in Laibach (Ljubljana/Slowenien), gestorben 1974 in Altaussee (Steiermark)) zu einem der populärsten Schriftsteller der NS-Zeit. Von den führenden Repräsentanten des Dritten Reiches wird er geschätzt und hofiert. 1939 erhält er den «Nationalen Buchpreis», eine Art faschistischen Literatur-Nobelpreis. Diese Arbeit untersucht u.a., wie es zu diesem Erfolg gekommen ist, welche Rolle Brehm im NS-Literaturbetrieb gespielt hat, welche Funktion er, der ehemalige Offizier der k.u.k. Armee, als Vorbild und «Erzieher» während des Zweiten Weltkriegs hatte und weist nach, daß seine exponierte Stellung im Kulturbetrieb des «Dritten Reichs» durchaus nicht «Mißverständnissen» entsprang, wie später immer wieder exkulpierend behauptet wurde.
Aus dem Inhalt: Der habsburgische Mythos als Biographie: das Frühwerk - Der Untergang der k.u.k.-Monarchie als Erfolg: die «Kaiserreichtrilogie» - Glückliches Österreich: der Anschluß 1938 - Tapfer, sauber, ordentlich: Brehm das Vorbild, der Erzieher, der Unterhalter - Eine Stunde Null findet nicht statt: zur kulturpolitischen Situation in der Zweiten Republik - Die Erfolgsgeschichte wiederholt sich nicht - Initiativen und Aktivitäten eines Unbelehrbaren - Exkulpationsstrategien.