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César Franck - die Musik und das Denken

Das Gesamtwerk, neubetrachtet für Hörer, Wissenschaftler und ausübende Musiker- Mit einer allgemeinen Erörterung zum Ineinandergreifen von Form und klingendem Satz

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Klauspeter Bungert

César Franck gehört zu den musikalischen Neuerern des 19. Jahrhunderts, fand als Außenseiter ohne Hang zur Selbstpropagierung aber in der Forschung bisher nur eingeschränkte Beachtung. Bungert entwickelt aus einem Vergleich aller wichtigen Werke des Komponisten eine Musikkonzeption, in der sich modern-abstrakte und symbolisch-programmatische Züge durchdringen. Um der Leistung César Francks in der Darstellung gerecht zu werden, überdenkt und definiert der Autor theoretische Grundlagen insbesondere zum Polyphonieproblem neu und kommt zu praxisnahen, hör- und wahrnehmungspsychologisch übertragbaren Aussagen. Ein historisches Augenmerk gilt dem Zusammenhang zwischen Satzbilddiagnose, Aufführungspraxis und deren, im Falle César Francks, verhängnisvollem Einfluß auf die weiterführende Theoriebildung.
Aus dem Inhalt: Neue Dimension des Kontrapunktischen - Abkehr vom klassischen Themenbegriff bei César Franck - Form in Wechselwirkung zur Polylinearität - «Latentes» Thema und Spielkastenprinzip - Francks sakralsinfonische Ikonographie - Ein anderes Musikdrama - Musikgeschichtlicher Überblick - Aufführungspraktische Hinweise.