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Bach in Greifswald

Zur Geschichte der Greifswalder Bachwoche 1946-1996

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Matthias Schneider

«Wird der Organist in der Neuen Kirche Bach vernommen, wo er unlängst so lange geweßen, vnd by wem er deßen verlaub genommen?
Ille
Er sey zu Lübeck geweßen vmb daselbst ein vnd anderes in seiner Kunst zu begreiffen, habe aber zu vorher von dem Herrn Superintend verlaubnüß gebethen.
Dn Superint.
Er habe nur auf 4. Wochen solche gebethen, sey aber wohl 4. mahl so lange außenblieben.
Ille
Habe noch den collegam Preußen zu Greiffswald aufgesuchet und sey darauff von ihme invitirt worden, bey einer aufgeführten Musique an der orgel zu accompagnieren. Hoffe das orgelschlagen zu Arnstadt würde unterdeßen von deme, welchen er hiezu bestellet, dergestalt seyn versehen worden, daß deßwegen keine Klage geführet werden könne.»
So oder ähnlich könnten Johann Sebastian Bachs Spuren aussehen - hätte er Greifswald jemals besucht. Indessen - die historischen Dokumente belegen keinen Aufenthalt des Thomaskantors in der Stadt am Bodden. Dennoch: Keines anderen Komponisten Werk hat das kulturelle Leben dieser Stadt so nachhaltig geprägt, in den letzten 50 Jahren vor allem in der Greifswalder Bachwoche, zu deren Jubiläum das vorliegende Buch erscheint.
Aus dem Inhalt: Hans Pflugbeil: «Zur Ehre Gottes und zur Recreation des Gemüts» - Dietrich W. Prost: «Das Wirken von Hans Pflugbeil» - Manfred W. Rothe: «Die Bachwoche: ein besonderes musikalisches Refugium» - Ekkehard Ochs: «Zur Geschichte der Bachpflege in Greifswalde» - Wolfgang Nixdorf: «Die politische Macht und die Bachwoche» - Matthias Schneider: «Zu Bachs Arnstädter Chorälen für Orgel» - Peter Gülke: «Dramaturgie der Widerstände» (zu Bachs Matthäus-Passion) - u.a. Beiträge.