Show Less
Restricted access

Surrealistische Spiele

Vom «Cadavre exquis» zum «Jeu de Marseille»

Series:

Ralf Convents

Seit der Konstituierung der surrealistischen Gruppe in Frankreich im Jahre 1924 hatten Gesellschaftsspiele sowie kollektive Experimente, die spielerische Elemente beinhalten, im täglichen Leben dieser Künstler und Dichter einen wichtigen Stellenwert. Um die «Herrschaft der Logik und des Rationalen» umzustürzen, gegen die die Surrealisten polemisierten, entliehen sie Kinderspiele und entwickelten Verfahren, die zu unvorhersehbaren, von Schicksal und Zufall gelenkten Ergebnissen führten. Damit wollte die Gruppe um ihren Protagonisten André Breton den hochgesteckten Zielen ihrer Bewegung gerecht werden - die Tür zum Unbewußten aufschließen, die visuelle und verbale Poesie einer kollektiven Kreativität erschließen. Die mannigfaltigen Spiele werden hier erstmals aus kunsthistorischem Blickwinkel dokumentiert, genremäßig geordnet und analytisch-ikonologisch erhellt.
Aus dem Inhalt: Wortspiele - Bewertungsspiele - Psychologische Gruppenspiele - Kollektive Bildgestaltung (Cadavre exquis) - Brettspiele - Objektspiele/Spielobjekte - Spiele mit imaginären Bildern und Emblemen - Kartenspiele (Jeu de Marseille) - Die Prager Surrealisten und ihre Spiele.