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Kritisch-rationale Methodologie und ökonomische Forschungspraxis

Zum Gesetzesbegriff in der Nationalökonomie

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Karl-Hans Hartwig

Ausgehend von der erkenntnistheoretischen und methodologischen Tradition des ökonomischen Denkens wird versucht, über die Leistungsfähigkeit der Methodologie des Kritischen Rationalismus für die ökonomische Forschungspraxis kritisch zu befinden. Bezugspunkt bildet dabei der Gesetzesbegriff, die zentrale erkenntnistheoretische und methodologische Kategorie im ökonomischen Denken. Die festgestellten Schwächen des Kritischen Rationalismus legen die Forderung nahe, seine methodologischen Regeln vor dem Hintergrund einer im grossen und ganzen erfolgreichen Praxis der ökonomischen Forschung zu modifizieren. Dies wird zum einen durch die Formulierung von Kriterien versucht, mit deren Hilfe der kognitive Gehalt ökonomischer Theorien beurteilt werden kann (Theorienstatik), zum anderen durch die Entwicklung von Gesichtspunkten, die bei der Annahme oder Verwerfung von Theorien zu berücksichtigen sind (Theoriendynamik).
Aus dem Inhalt: Wirtschaftswissenschaft und Kritischer Rationalismus - Zur Übernahme des Popperschen Wissenschaftsprogramms durch die Nationalökonomie - Dogmenhistorische Betrachtung; Die Entwicklung zur modernen Wissenschaftstheorie - Ökonomische Gesetze in ihrer statischen und dynamischen Dimension - Das Verhältnis von Wissenschaftstheorie und Realwissenschaft - Beurteilungskriterien ökonomischer Gesetzeshypothesen als Grundlagen rationaler Entscheidungen in der Wirtschaftswissenschaften.