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Forschungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Entstehung und Entwicklung einer Institution der Großforschung am Modell des Kernforschungszentrums Karlsruhe (KfK) 1956-1963

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Günther Oetzel

«Hochtechnologie» oder «Schlüsseltechnologie» prägen als Schlagworte den öffentlichen Diskurs um die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des «Standorts Deutschland». Ein weitgehend unterschätzter Aspekt in der öffentlichen Diskussion ist dabei die historische Dimension der aktuellen Technologiepolitik. Das System des Forschungssektors ist nur als Ergebnis eines historischen Prozesses adäquat zu interpretieren. Paradigmatisch ist hierbei die Untersuchung der Gründungsbedingungen und der Entwicklung des Kernforschungszentrums Karlsruhe, das als zentrales Reaktorentwicklungszentrum konzipiert wurde. Als Institution der Großforschung stellte die Einrichtung den Versuch dar, moderne ausländische Technologiemodelle in einem spezifisch bundesdeutschen Kontext zu adaptieren. Das Konzept einer autonomen deutschen Kerntechnik dominierte, als deren Produkt u.a. das Projekt Schneller Brüter entstand.
Aus dem Inhalt: Großforschung - Definition einer Forschungsorganisation - Institutionelle Entwicklung - Programmatische Entwicklung - Transformation wissenschaftlichen Selbstverständnisses - Kernenergie und Öffentlichkeit - Perspektiven einer neu definierten Großforschung.