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Deliktische Außenhaftung der Leitungsorganmitglieder rechtsfähiger Körperschaften

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Michael Rottkemper

Werden Dritte durch Unternehmen geschädigt, so rückt bei angespannter Finanzlage des Unternehmensträgers immer öfter die unmittelbare Außenhaftung von Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern in den Blick. Die Arbeit untersucht, inwieweit Mitglieder körperschaftlicher Leitungsorgane Dritten gegenüber deliktsrechtlich haften. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, daß die Organmitgliedschaft grundsätzlich keine besonderen deliktsrechtlichen Pflichten gegenüber Dritten begründet. Eine Sonderstellung kommt insofern nur der Konkursantragspflicht zu. Die Entstehung deliktischer Pflichten folgt vielmehr allgemeinen deliktsrechtlichen Wertungen. Die Be- und Anstellung der Organmitglieder allein reicht nicht aus, eine Übernahmehaftung, bezogen auf Pflichten der Körperschaft, zu begründen.
Aus dem Inhalt: Geschäftsführer- und Vorstandshaftung aufgrund deliktischer Jedermannspflichten aus 823 I, 826, 830 I, II BGB - Haftung aufgrund besonderer Schutzpflichten gemäß 823 II BGB - Besondere Verkehrs- oder Garantenpflichten aus 831 II, 823 I BGB: Entstehungstatbestände deliktischer Verkehrspflichten, Übernahmehaftung aus 831 II BGB, von der Körperschaft abgeleitete und originäre Pflichten der Leitungsorganmitglieder.