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Des Königs «arme weit abgelegenne Vntterthanen»

Oesel unter dänischer Herrschaft 1559/84-1613

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Volker Seresse

Die estnische Insel Oesel (Saaremaa) war von 1559 bis 1645 der östlichste Teil der Oldenburgermonarchie, die außer dem Hauptland Dänemark weit voneinander entfernte Gebiete Nordeuropas umfaßte. Was bedeutete es für Ritterschaft, Bürger und Bauern auf Oesel, mit dem dänischen König einen fernen Landesherrn am anderen Ende der Ostsee zu bekommen? Die Tätigkeit der dänischen Statthalter, die Stellung der Oeseler Ritterschaft und die wirtschaftlichen Konflikte auf der Insel machen deutlich, daß die dänische Herrschaft auf Oesel geprägt war von den vormodernen Bedingungen personaler Herrschaft, minimaler Bürokratisierung und ständischer Herrschaftsbeteiligung. Ferner wird die Bedeutung Oesels für Dänemark im Kampf um das «dominium maris Baltici» untersucht.
Aus dem Inhalt: Voraussetzungen: Der Ostseeraum ab 1558 - Dänemark um 1600 - Oesels Verwaltung: Strukturen und Konflikte - Die Krise des Kalmarkrieges 1611/12 - Oesels Stellung in der dänischen Ostseepolitik - Zur staatsrechtlichen Stellung Oesels in der Oldenburgermonarchie.