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«Das Weiß öffnen, um das Schwarz hervorkommen zu lassen»

Zur Schrift in der Dramatik Victoria Benedictssons und Cecilie Løveids

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Corinna Vonhoegen

Das Drama als klassische, lang etablierte Gattung wurde und wird heute noch von weiblichen Autoren gemieden. Die Arbeit untersucht Textstrategien, mit deren Hilfe es gelingt, den theatralen Raum dennoch zu erschließen. Es wird der Versuch unternommen, die Frage nach einem weiblichen Schreiben noch einmal anders zu stellen, von der Struktur der Schrift und ihrer Geschichte, von dem Verhältnis von Stimme und Schrift her. An zwei Schnittstellen, an den Texten Victoria Benedictssons (um 1880) und an den Dramen Cecilie Løveids (um 1980), verfolgt diese Arbeit exemplarisch, wie in der Moderne gerade der Raum des Theaters für metatextuelle Reflexionen, Aufbrüche und Veränderungen von Macht- und Geschlechterkonstruktionen der Schrift in Anspruch genommen wird.
Aus dem Inhalt: Unterschriften, Biographien und Inszenierungen - Die Vorschrift: Stimme und Schrift - Schrift als «Aufschreiben» - Stimme, Weiblichkeit und Psychoanalyse - Störfaktor Stimme - Autopsie: Schreiben als Sezieren - Schweigendes Dunkel: das Drama in der Krise? - Dunkles Schweigen: das Dilemma weiblichen Schreibens - Der besondere Klang von zerstoßener Sprache - Das Schreibprojekt als Fall-Studie - Archäologie des menemonischen Raums - Der Gesang Eurydikes - Der Tanz der Zeichen, die überschäumende, unleserliche Schrift und die Geburt des Textes.