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Posttraumatische Belastungsstörung nach Verkehrsunfällen

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Heike Winter

Jährlich ereignen sich Millionen Unfälle auf deutschen Straßen, viele Menschen werden dabei schwer verletzt. Dennoch ist bisher kaum etwas über die psychischen Folgen von Verkehrsunfällen bekannt. In drei verschiedenen Studien wurden fast 500 Unfallbetroffene untersucht. Es zeigte sich, daß Verkehrsunfälle zu lang anhaltenden psychischen Beschwerden führen können. Dabei wiesen viele Betroffene das Beschwerdebild einer Posttraumatischen Belastungsstörung auf, einer Angststörung, die z.B. auch nach Kriegserlebnissen beobachtet wurde. Es wurde der Frage nachgegangen, welche Faktoren die Störung auslösen und welche sie aufrechterhalten. Die Ergebnisse haben Implikationen für die psychotherapeutische Behandlung Betroffener. Sie könnten auch Einfluß auf die bisher gängige Praxis der Autoversicherer, die psychischen Folgen von Verkehrsunfällen als nicht entschädigungswürdig einzustufen, haben.
Aus dem Inhalt: Theoretischer Teil: Geschichte der Posttraumatischen Belastungsstörung, Nosologie, Epidemiologie, Ätiologische Modelle, Prädiktoren - Überblick über die Ziele und Methoden der Studien und Darstellung der Instrumente - Pilotstudie - Entwicklung eines Ratings zur Bestimmung der Unfallschwere - Studien - Diskussion und Ausblick.