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Lievens und Rembrandt

Studien zum Verhältnis ihrer Kunst

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Helga Gutbrod

Die Frage nach dem Verhältnis von Rembrandt und Lievens stellt sich für die Forschung seit der Auffindung der Autobiographie des Constantijn Huygens 1891. Der Zeitgenosse Huygens würdigt Jan Lievens, einen zu Ende des 19. Jahrhunderts vergleichsweise unbekannten Künstler, ausdrücklich als Rembrandt ebenbürtig. Die dadurch initiierte Forschungsdebatte bewertete die künstlerische Beziehung der beiden jungen Leidener Maler kontrovers. Ob man für eine Führerschaft des «Genies» Rembrandt, für eine Vorreiterrolle des «Wunderkindes» Lievens plädierte oder lediglich vage «wechselseitige Einflüsse» attestierte - stets wurde anhand weniger ausgewählter Werke argumentiert. Diese Arbeit prüft nicht nur die bisherigen Forschungsergebnisse und analysiert die vorhandenen Quellen; sie ist der Versuch, das gesamte Frühwerk beider Künstler für die vielen ungeklärten Fragen dieses Verhältnisses nutzbar zu machen.
Aus dem Inhalt: Sichtung und Neuordnung der frühesten überlieferten Werke von Jan Lievens - Die Bildsprache von Lievens und Rembrandt um 1926/27 - «Simson und Delila» - Selbstbildnisse - Einfigurige Historien - «Die Auferweckung des Lazarus» - Nähe und Ferne am Ausgang der Leidener Jahre - Reminiszenzen nach den Leidener Jahren.