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Staat, Nationalität und jüdische Identität in Österreich vom 18. Jahrhundert bis 1914

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Stefan Walz

Die Arbeit analysiert die jüdische Identitätsentwicklung in Österreich vom 18. Jhd. bis 1914. Dabei wird die Bedeutung von Aufklärung und Emanzipation in Zusammenhang mit der physischen und metaphysischen Einheit des jüdischen Kollektivs gestellt. Vor dem Hintergrund der Entwicklung von Staat und Nationalität wird der Einfluß der Nationalitätenfrage auf die «jüdische Identität» eingehend aufgezeigt. Am Beispiel der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wird die «jüdische Identität» unter den Aspekten der Mentalität und Weltanschauung im Nationalitätenstaat systematisch beleuchtet. Abschließend wird das Lebenswerk von Adolf Fischhof skizziert, einer politischen Persönlichkeit jüdischer Herkunft in Österreich. Fischhofs Überzeugungen für ein konstruktives Zusammenleben verschiedener Nationalitäten sollten im heutigen Europa der Kultur- und Sprachregionen Beachtung finden.
Aus dem Inhalt: Zur Charakterisierung der jüdischen Emanzipation im österreichischen Staat bis 1848 - Die historisch-politische Entwicklung von Staat und Nationalität von 1848-1914 - Jüdische Identität im Nationalitätenstaat Cisleithanien - Die Israelitische Kultusgemeinde zu Wien - Adolf Fischhof als bedeutendster politischer Theoretiker jüdischer Herkunft im deutsch-österreichischen Bürgertum.