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Evakuierungen und Erweiterte Kinderlandverschickung im Vergleich

Das Beispiel der Städte Liverpool und Hamburg

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Carsten Kressel

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Großbritannien und Deutschland Frauen und Kinder zum Schutz vor feindlichen Luftangriffen evakuiert. Diese Studie vergleicht bei gleichzeitiger lokaler Anbindung an Liverpool und Hamburg Ablauf und Ergebnisse der Programme unter politischen und organisatorischen Aspekten und zeigt, daß nicht sie, sondern tiefer liegende Konflikte für Erfolg und Mißerfolg entscheidend waren. Sie erhellt die heimlichen Nebenziele, die die NS-Machthaber mit der Erweiterten Kinderlandverschickung (KLV) verbanden, und leistet einen Beitrag zur Polykratiediskussion um das Dritte Reich. Dieser stellt sie die britische Sozialstaatsdebatte während des Krieges gegenüber. Die Studie lotet inhaltliche und methodische Möglichkeiten und Grenzen des internationalen Vergleiches aus und schließt die bisherige Forschungslücke zur Erweiterten KLV.
Aus dem Inhalt: Vergleich der Evakuierung in Großbritannien und Erweiterten KLV in Deutschland - Ablauf und Scheitern der Programme - Gründe für ihr Scheitern - Entsolidarisierung der Bevölkerung - Polykratiediskussion - Sozialstaatsdiskussion in Großbritannien - Ideologische Ziele der NS-Machthaber.