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Das 'weibliche' Ich und das Frauenbild als lebens- und werkkonstituierende Elemente bei Thomas Mann

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Youn-Ock Kim

Thomas Mann gilt allgemein als ein 'männlicher' Autor, der mit dem ausgeprägten Sendungsbewußtsein eines Repräsentanten des aufgeklärten Bildungsbürgertums sein Ich in Leben und Werk darstellt. In dieser Arbeit wird versucht zu zeigen, daß dieses Bild nur Oberflächliches erfaßt, daß sein 'männliches' Ich-Bild eine Erscheinung seiner Auseinandersetzung mit dem eigenen 'weiblichen' bzw. 'homosexuellen' Ich ist; sein 'weibliches' Ich und sein damit zusammenhängendes Frauenbild erweisen sich als bedeutende lebens- und werkkonstituierende Elemente. Dazu werden seine Bilder des Ich und der Frau in den Essays, Tagebüchern, Briefen und Notizbüchern sowie in den Romanen und Erzählungen aus allen Lebens- und Schaffensperioden einer systematischen Analyse und Interpretation unterzogen. Somit wird zum ersten Mal in der Thomas-Mann-Forschung die Bedeutung des 'Weiblichen' und des Frauenbildes in seinem Leben und Werk eingehend untersucht.
Aus dem Inhalt: Konstituierung des 'Weiblichen' - Diskurse über 'Homosexualität' - Thomas Manns Formierung des 'männlichen' Ideal-Ich über die Ausgrenzung des 'Weiblichen' - Modifizierung vom 'weiblich-homosexuellen' zum 'männlich-humanen' Ich: Sigmund-Freud-Erlebnis - Mythos 'Frau' in Leben und Werk.