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Die Übung des Schweigens in der Mystik

Überlegungen zur Hermeneutik des Schweigens

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Roland Krusche

Bei der Suche nach neuen Formen christlicher Spiritualität gewinnt die Mystik zunehmend an Bedeutung. Dabei gelten ekstatische Zustände vielfach als Ursprung und Ziel der mystischen Theologie. Roland Krusche zeigt, daß die Ekstasen der unio mystica keineswegs so typisch für die Mystik sind, wie dies angenommen wird. Er stellt einen Strang der abendländischen Mystik vor, dessen Grundlage die «Übung des Schweigens» ist. Er zeigt, daß Schweigen hier kein Zeichen für die Ohnmacht der Sprache bei der Erfahrung des Göttlichen ist. Die Übung des Schweigens ist vielmehr eine alltägliche religiöse Praxis. Ihr Ziel ist es, das menschliche Ich so weit zurückzunehmen, daß die göttliche Wirklichkeit sichtbar werden kann. Diese Übung durchzieht und prägt das gesamte Leben. Sie verbindet so Spiritualität und Alltag.
Aus dem Inhalt: Abriß über den gegenwärtigen Stand der Mystik-Forschung - Schweigen als Sensibilisierung und Selbstzurücknahme - Klärung des Übungsbegriffs - Unterscheidung der Übung des Gebets und des Alltags - Theologische Auseinandersetzung über das Schweigen - Die Übung des Schweigens als Berührung mit dem Schweigen Gottes.